Wirtschaft : Ärger bei T-Mobile

Betriebsrat kündigt Protest gegen Sparprogramm an

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Berlin Bei den Mitarbeitern von T-Mobile herrscht große Verunsicherung und eine „miese Stimmung“. Das jedenfalls sagte Ado Wilhelm, Mobilfunkexperte der Gewerkschaft Verdi, dem Tagesspiegel. In einem Schreiben an den Vorstand der Telekom-Tochter T-Mobile kündigten die Betriebsräte des Unternehmens am Montag „erbitterten Widerstand“ gegen das von der Geschäftsführung angekündigte Sparprogramm „Save for Growth“ an. Man werde sich „mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen ein solches, unsoziales ,Personalabbauprogramm’ wehren“, hieß es. Das Sparprogramm sieht bis 2006 unter anderem den Abbau von bis zu 2200 Stellen in Europa vor, davon 1200 Stellen in Deutschland.

Erste Konsequenzen des Sparprogramms zeigten sich bei T-Mobile schon im Weihnachtsgeschäft. Unter anderem weil das Unternehmen die Subventionen für Handys reduzierte, gewann T-Mobile nur 113000 neue Kunden im Quartal, Konkurrent Vodafone schaffte 840000. Grundsätzlich begrüßten die Betriebsräte, dass die Strategie von T-Mobile auf den Prüfstand gestellt werde, hieß es in der Erklärung weiter. Diejenigen, die durch „eklatante strategische“ Fehlentscheidungen „gigantische Fehlinvestitionen“ zu verantworten hätten, blieben jedoch von dem Sparprogramm verschont.

Wilhelm von Verdi kritisierte auch die Informationspolitik des Unternehmens, es mache „keinen Sinn, über Verhandlungstermine zu sprechen, bevor wir gar nicht genau wissen, welche Standorte vom Abbau betroffen sein werden.“ Ein T-Mobile-Sprecher sagte dagegen, man sei „guten Mutes“ eine Einigung mit den Arbeitnehmervertretern zu erzielen. vis

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