ÄRGER MIT DEN DATENSCHÜTZERN : ÄRGER MIT DEN DATENSCHÜTZERN

Nach den Wettbewerbshütern der EU erhöhen nun auch die Datenschützer ihren Druck auf Google. Vorreiter ist die französische Verbraucherschutzbehörde CNIL. Sie wirft dem US-Konzern Verstöße gegen heimisches Recht vor und droht mit Strafzahlungen. Ähnliche Zwangsmittel bereiteten die Behörden Deutschlands, Großbritanniens, Italiens, Spaniens und der Niederlande vor, sagte CNIL-Präsidentin Isabelle Falque-Pierrotin. Insgesamt könnten auf Google Bußgelder über mehrere Millionen Euro zukommen. Die Datenschützer kritisieren, dass Google Nutzerdaten aus verschiedenen Diensten wie Youtube, G-Mail und dem Netzwerk Google+ zusammenführt. Dadurch entstehen schärfere Nutzerprofile, die einen gezielteren Einsatz von Werbung erlauben. Die Nutzer haben keine Möglichkeit, sich dem zu entziehen. CNIL hält Google vor, die Nutzer über die Datenschutzrichtlinien im Unklaren zu lassen. „Es gibt eine Masse persönlicher Informationen, die in der Google-Galaxie kursieren und über die sich die Leute nicht bewusst sind“, sagte Falque-Pierrotin. „Alles, was wir von Google wollen, ist, dass es den Schleier etwas lüftet und zeigt, was es tut.“ Google hat drei Monate Zeit, um Zugeständnisse zu machen. rtr

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