Wirtschaft : Ärzteproteste: Erste Patienten weggeschickt

Berlin - In ihrem Kampf um höheres Honorar haben erste Fachärzte die angekündigten Proteste gestartet und Patienten ins Krankenhaus weitergeschickt. Flächendeckende Maßnahmen folgten noch im September, bekräftigte eine Allianz von 24 freien Ärzteverbänden in einer Mitteilung. Derzeit ließen die Verbände eine Urabstimmung über Praxisschließungen anlaufen. In einzelnen Verbänden sei die Befragung bereits abgeschlossen – das Ergebnis sei eine große Zustimmung zu den Protesten. „Wir müssen reagieren, auch wenn es uns schwerfällt“, sagte der Vorsitzende des Bundesverbandes der Pneumologen, Andreas Hellmann, am Dienstag. Je nach Gesamtergebnis sollten die Praxen möglicherweise erstmals deutschlandweit für eine begrenzte Zeit dichtgemacht werden. Wenn nicht alle mitmachen, würden die Proteste auf einzelne Arztgruppen beschränkt. Die Bundesärztekammer kündigte im Honorarstreit mit den Krankenkassen eine harte Linie an. dpa

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