Wirtschaft : Agfa-Aktien kosten zwischen 21 und 26 Euro

LEVERKUSEN .Die neuen Aktien der Bayer-Tochter Agfa Gevaert N.V.sollen zwischen 21 und 26 Euro (41 und 51 DM) kosten.In dieser Preisspanne werden die Papiere potentiellen Anlegern in der Zeit vom 17.bis 28.Mai zur Zeichnung angeboten, kündigte der Bayer-Konzern am Freitag in Leverkusen an.Der Emissionspreis wird im Wege des sogenannten Book-Building-Verfahrens ermittelt und am 31.Mai bekanntgegeben.Die Notierung der Aktie erfolge dann vom 1.Juni an an den Börsen in Frankfurt (Main) und Brüssel.

"Wir haben uns für diese Preisspanne entschieden, weil wir uns für Agfa eine breite Aktionärsbasis wünschen", sagte Bayer-Finanzvorstand Werner Wenning am Freitag.Den Privatanleger in Deutschland und Belgien, die bis zum 23.Mai bei einer der beiden Konsortialbanken zeichnen, sollen bei der Aktien-Zuteilung bevorzugt werden.Konsortialführer des Börsengangs sind die Deutsche Bank und Goldman Sachs.

Der Bayer-Konzern wird sich in einem ersten Schritt von mindestens 65 Prozent seiner Agfa-Anteile trennen.Dabei werden 70 Mill.Aktien (rund 50 Prozent der Anteile) über ein öffentliches Angebot privaten und institutionellen Anlegern angeboten.Weitere 15 Prozent werden zum Emissionspreis an die belgische Finanzholding Gevaert N.V.verkauft.Sie hat das Recht, nach einem Jahr weitere zehn Prozent der Agfa-Anteile von Bayer zu übernehmen.Insgesamt ergibt sich aus der Preisspanne ein Plazierungsvolumen zwischen 1,5 Mrd.und 1,8 Mrd.Euro (2,9 und 3,5 Mrd DM).Der gesamte Börsenwert der Agfa könnte damit einen Wert von sieben Mrd.DM erreichen.Der Agfa-Börsengang ist 1999 neben dem der Deutschen Bank und der zweiten Telekom-Privatisierung einer der größten in Deutschland.

Agfa gehört mit rund 22 000 Mitarbeitern und 8,5 Mrd.DM Umsatz im Jahr 1998 zu den weltweit führenden Anbietern im Bereich der Bild-Technologie.Künftig will sich das Unternehmen vor allem auf digitale Bildbearbeitungstechniken konzentrieren.Im laufenden Geschäftsjahr peilt die Gruppe mit Sitz in Mortsel (in der Nähe von Antwerpen) ein Umsatzplus von zwei Prozent an.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben