Wirtschaft : Agfa-Gruppe plant im Juni 1999 Börsengang

LEVERKUSEN (agr/HB).Die Agfa-Gevaert AG, Leverkusen/Mortsel, will in der zweiten Juni-Hälfte 1999 in den Amtlichen Handel an den Börsen Frankfurt, London und Brüssel gehen.Der Mutterkonzern Bayer AG will sich von bis zu 75 Prozent seiner Agfa-Anteile trennen.Zunächst aber müßten Agfa und Bayer "noch einige Hausarbeiten erledigen", sagte Agfa-Vorstandsvorsitzender Klaus Seeger, und Agfa neu formieren.So werde Bayer aus steuerlichen Gründen die Agfa-Gevaert N.V., Mortsel, an die Börse bringen.Ob dort der künftige Hauptsitz der Agfa-Gruppe sein wird, ließ Seeger offen.Die deutsche Agfa-Gevaert AG (bisher 100prozentige Bayer-Tochter) wird 100prozentige Tochter der N.V.Für Bayer wird die Beteiligungsholding Agfa AG den Bayer-Anteil an der N.V.halten.Damit wird die Agfa-Beteiligung für Bayer eine reine Finanzbeteiligung.

Für die Agfa-Aktien gibt es zahlreiche Interessenten.So will eine belgische Investorengruppe um den Vorsitzenden der Agfa-Aufsichtsgremien, Andre Leysen, 25 Prozent der Anteile erwerben.Aus dem Bayer-Konzern war zu vernehmen, daß es keine "Vorzugsbehandlung" geben werde.Alle Interessenten sollen gleichbehandelt werden.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Seeger bei Agfa mit einer Umsatzsteigerung um vier Prozent auf 8,4 Mrd.DM, bereinigt um Akquisitionen um ein Prozent.Beim operativen Ergebnis erwartet er ein Ergebnis auf Vorjahresniveau von 481 Mill.DM.Zwar habe Agfa bereits nach neun Monaten das Vorjahresergebnis übertroffen.Doch werde das vierte Quartal von außerordentlichen Maßnahmen bestimmt, die im Zusammenhang mit akquirierten Geschäften stünden und das Ergebnis belasteten.

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