Wirtschaft : Agrevo setzt auf Gentechnik

Neue Märkte in USA erschlossen / Ergebnisplus von 38 Prozent BERLIN."In fünf bis zehn Jahren werden gentechnisch verbesserte Agrarprodukte auch in Europa den Markt aufrollen", sagte Gerhard Prante, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hoechst Schering Agrevo GmbH, Berlin, anläßlich der Grünen Woche.Für das Joint Venture von Hoechst und Schering hat die Zukunft längst begonnen.Während hierzulande Genehmigungsprozesse für gentechnisch veränderte Pflanzen deren breiten Einsatz hinauszögern, erschließt sich weltweit zweitgrößte Pflanzenschutzanbieter längst in Nordamerika neue Märkte mit herbizidresistentem Raps und dem dazu passenden Breitbandherbizid.In der Nafta-Region steigerte Agrevo 1997 den Umsatz von 620 Mill.DM auf 800 Mill.DM.Agrevo habe bei Raps-Hybridzüchtungen bereits eine Ertragssteigerung um 8 Prozent bis 10 Prozent erzielt.Derzeit sei eine neue Sorte in der Zulassung, die 15 Prozent höhere Erträge ermögliche. In den nächsten 20 Jahren sei eine Produktivitätssteigerung nötig, sagte Prante.Die weltweite Agrarfläche stagniere bei 1,5 Mrd.Hektar.Im wachsenden Markt will sich Agrevo vom Planzenschutzanbieter zu einem Komplettanbieter in der Pflanzenproduktion entwickeln. Der durch Gentechnik integrierte Pflanzenschutz werde auf Kosten des konventionellen chemischen Pflanzenschutzes wachsen."Wir peilen im Jahr 2000 einen Umsatz von 5 Mrd.DM an", sagt Prante.1997 bezeichnete der Agrevo-Chef als "wirklich erfolgreich".Agrevo habe den eigenen Prognosen entsprechend das Betriebsergebnis um 38 Prozent auf 320 Mill.DM und den Umsatz um 11 Prozent auf 4,1 Mrd.DM gesteigert.In diesem Jahr soll sich die Umsatzrendite von 8 Prozent auf 10 Prozent erhöhen.Die Forschungsausgaben lägen mit 12 Prozent um 3 Prozentpunkte über dem Branchendurchschnitt.

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