Wirtschaft : Air Berlin baut Standort Berlin aus Airline erneuert zudem

Teile der Business-Class.

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Berlin - Air Berlin will künftig mehr Direktziele ab Berlin anfliegen und damit offenbar die Angebotslücke füllen, die sich durch einen Rückzug der Lufthansa auftut. Europas größte Airline hatte erst vor wenigen Tagen angekündigt, zwei der 15 in Tegel stationierten Maschinen abzuziehen. Die Zahl der direkt von Lufthansa und der Tochter Germanwings angeflogenen Ziele soll zum Sommerflugplan von 50 auf 39 sinken. Air Berlin stockt dagegen in Berlin um fünf auf dann 65 Direktziele auf, wie Air-Berlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer am Dienstag in der Berliner Unternehmenszentrale ankündigte.

Neu aufgenommen wurden seit Jahresanfang bereits die Ziele Madrid, Bukarest, Warschau und Sofia. Ab März fliegt Air Berlin auch fünfmal wöchentlich erstmals die Langstrecke nach Chicago. Die Fluggesellschaft baut damit mit 47 Prozent Marktanteil am Standort Tegel seine Markführerschaft in Berlin insgesamt aus. Auch an seinem zweiten deutschen Drehkreuz Düsseldorf will die siebtgrößte Airline Europas die Kapazitäten aufstocken. In den vergangenen zwei Jahren hatte die Gesellschaft indes diverse Nebenstrecken an kleineren Flughäfen gestrichen.

Prock-Schauer bezeichnete die USA für Air Berlin als „strategischen Wachstumsmarkt“, den man mit Partner American Airlines erschließen will. Wichtigster Partner aber bleibe Großaktionär Ethihad Airways. Air Berlin-Fluggäste sollen über dessen Drehkreuz im Emirat Abu Dhabi künftig mehr Ziele in Asien und Afrika erreichen.

Zudem investiert die Gesellschaft in die Business-Klasse auf den Langstreckenfliegern der A330-Flotte: Neue, echte Liegesitze, ein neues Bord-Entertainment-System und Marken-Pflegeprodukte gratis soll es geben. Auch in der Economy-Klasse werden nach und nach bessere Sitze samt Unterhaltungselektronik eingebaut. Auf der Langstrecke wolle man sich dem hohen Standard von Etihad anpassen, hieß es. Kevin P. Hoffmann

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