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Air-Berlin-Finanzvorstand : Unruhen in Afrika belasten Air Berlin

Das erste Quartal war nicht ganz so gut, sagt Ulf Hüttmeyer, Finanzvorstand der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft, und führt das vor allem auf Nordafrika zurück. Mit dem Tagesspiegel spricht er über Übernahmegerüchte und unerwartete Ereignisse.

Ulf Hüttmeyer (rechts), hier mit Air-Berlin-Chef Joachim Hunold, ist seit 2006 Finanzvorstand der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft.
Ulf Hüttmeyer (rechts), hier mit Air-Berlin-Chef Joachim Hunold, ist seit 2006 Finanzvorstand der zweitgrößten deutschen...Foto: ddp

„Das erste Quartal 2011 sieht nicht ganz so gut aus, was insbesondere der Krise in Nordafrika geschuldet ist“, sagte Air-Berlin-Finanzvorstand Ulf Hüttmeyer im Interview mit dem "Tagesspiegel am Sonntag". „Wenn die Lage in Ägypten weiter so bleibt und die Sommersaison in Ägypten schwach verläuft, dann müssen wir sehen, was das für Auswirkungen auf unser Geschäft hat." Air Berlin ist der größte deutsche Anbieter für Flüge nach Ägypten und Tunesien. Allerdings sieht Hüttmeyer momentan keinen Grund, an den ausgegebenen Zielen für das laufende Jahr zu rütteln.

Das komplette Interview lesen Sie am Sonntag in der gedruckten Ausgabe des Tagesspiegels.

 Sein Unternehmen sieht Hüttmeyer grundsätzlich nicht sicher vor Übernahmen. „Davor ist heute kein Unternehmen mehr gefeit“, sagte er. „Schauen Sie sich an, was mit Hochtief passiert ist. Das kann heute jedem Unternehmen so gehen, egal ob es ein paar hundert Millionen oder Milliarden wert ist.“

 Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft hatte im vergangenen Jahr 9,3 Millionen Euro operativen Verlust und 97,2 Millionen Euro Nettoverlust gemacht. „Das hätte auch weniger sein können“, gab Hüttmeyer zu. „Vielleicht wäre es besser gewesen, mit höheren Preisen in den Markt zu gehen, um die Verluste aus der Zeit der Vulkanasche auszugleichen, anstatt zu versuchen, mit tieferen Preisen die Nachfrage wieder zu stimulieren.“

 Air Berlin hatte in der vergangenen Woche Preiserhöhungen angekündigt. Zusätzlich zu den Kosten der neuen Luftverkehrssteuer  verursachen die steigenden Kerosinpreise nach Angaben des Unternehmens Mehrkosten in Höhe von 180 Millionen Euro. „Wir sind ein Wirtschaftsunternehmen und müssen die gestiegen Kosten über die Preise an unsere Passagiere weitergeben“, sagte Hüttmeyer dem "Tagesspiegel am Sonntag". (amy)

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