Wirtschaft : Air Berlin schrumpft weiter Weniger Passagiere, bessere Erlöse

Berlin - Air Berlin hat im September erneut weniger Fluggäste befördert als im Vorjahresmonat. Die Passagierzahl sank um 3,1 Prozent auf rund 2,85 Millionen, wie die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft am Dienstag in Berlin mitteilte. Auch die Sitzauslastung ging um 1,7 Punkte auf 82,5 Prozent zurück. Dafür verbesserte sich der Erlös pro Sitzplatz um 12,1 Prozent auf 5,96 Cent.

Damit setzt das Unternehmen seinen Schrumpfkurs fort. Wegen der stark gestiegenen Kosten für Flugbenzin hatte Air Berlin im Juni ein Sparprogramm aufgelegt. Dafür wurden unter anderem Maschinen aus dem Verkehr gezogen. Ziel war es, einen Verlust im Gesamtjahr zu vermeiden. Der Schrumpfkurs soll sich im Winterflugplan ab November fortsetzen – auch, weil Konjunktursorgen zunehmend die Nachfrage dämpfen. Bereits im August flogen weniger Reisende mit Air Berlin als im Vormonat.

Insgesamt beförderte das Unternehmen in den ersten neun Monaten des Jahres aber mehr Passagiere als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Von Januar bis Ende September waren es mit 22,11 Millionen 2,9 Prozent mehr als in den ersten neun Monaten 2007. Die Auslastung betrug 79,3 Prozent nach 77,7 Prozent.

Auch Air France-KLM spürt die wachsenden Konjunkturängste. Europas größte Fluglinie verbuchte im September lediglich ein Passagierplus von 0,5 Prozent, die Auslastung der Flugzeuge ging um 1,4 Punkte auf 80,9 Prozent zurück. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, seinen Kerosinzuschlag aufgrund des wieder billigeren Ölpreises abzusenken.

Easyjet und Ryanair, die trotz der gestiegenen Treibstoffkosten ihre Preise nicht angehoben hatten, verbuchten im September dagegen starke Zuwächse: Beide Billigflieger kommen jeweils auf ein Fünftel mehr Passagiere. Die Lufthansa legt ihre Fluggastzahlen am Freitag vor. jul

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