AIR BERLIN : „Sehr riskanter Titel“

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Die Aktie der Fluggesellschaft Air Berlin ist am Montag abgestürzt. Sie verlor zeitweise fast 24 Prozent und kostete mit knapp drei Euro so wenig wie nie zuvor seit dem Börsengang vor zwei Jahren. Experten glauben aber nicht, dass die Verluste eine Reaktion auf den geplatzten Zusammenschluss der Konkurrenten Condor, Tuifly und Germanwings ist. „Air Berlins Wettbewerber wären durch so eine Fusion ja gestärkt worden“, sagte Luftfahrt-Analyst Per-Ola Hellgren von der Landesbank Baden- Württemberg dieser Zeitung. Das Scheitern sei also eigentlich eine gute Nachricht für die Berliner.

Hellgren verweist vielmehr auf das „panische Umfeld“: „Die Märkte sind ziemlich strapaziert, die Krise nähert sich Deutschland.“ Air Berlin sei derzeit ein „sehr riskanter Titel“, und solche Werte würde die Andeutung einer Marktpanik als Erstes treffen. „Die Rahmenbedingungen für Air Berlin sind weiterhin schlecht: Die Margen sind sehr dünn, und die Treibstoffkosten immer noch hoch.“ Ein Air-Berlin-Sprecher betonte, es gebe kein firmenbezogenes Ereignis, das diese Kursreaktion erklären könne.

Dass mit dem Scheitern des Dreierbündnisses die Chancen für die Variante Air Berlin und Tuifly gewachsen sind, bezweifelt Hellgren: „Beide müssten sich ja überlegen, ob es den Partner in 18 Monaten überhaupt noch gibt.“ jul

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