Wirtschaft : Airbus A3XX: Erste Verträge abgeschlossen - Boeing sucht noch nach Abnehmern für verlängerte 747

Europas Flugzeugbauer haben im Wettkampf um den Markt für große Passagierflugzeuge einen ersten Etappensieg über den US-Konkurrenten Boeing errungen. Die Airbus Industrie hat zum Auftakt der Luftfahrtschau im englischen Farnborough am Montag die ersten Verträge für den Airbus A3XX abgeschlossen: Emirates, die Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, unterzeichnete einen Vertrag über sieben Großraumjets und fünf weitere Optionen. Air France orderte zehn 555-sitzige A3XX und sicherte sich vier weitere Optionen.

Der US-Hersteller Boeing bestätigte, er habe bisher noch keine Aufträge für seine Konkurrenzflugzeuge. John Roundhill, Boeing-Vizepräsident für Entwicklung von Verkehrsflugzeugen, zeigte sich jedoch zuversichtlich. Noch vor Jahresende werde es die ersten Bestellungen geben, die Boeing brauche, um mit einer verbesserten und vergrößerten Version der Boeing 747 gegen Airbus anzutreten. Boeing kündigte am Montag an, die Antwort auf die A3XX, die Boeing 747X Stretch, praktisch zeitgleich mit Airbus im dritten Quartal 2005 auszuliefern.

Boeing teilte jedoch mit, man habe 33 Flugzeuge des Typs 777 in zwei neuen Langstreckenvarianten an die Leasingfirma ILFC(Los Angeles) verkauft. Auch diese 777-Varianten betrachtet Boeing als Teil seiner Antwort auf den Bedarf der Fluggesellschaften an Langstrecken-Großraumflugzeugen. Angaben über das Auftragsvolumen wurden nicht gemacht.

Insgesamt haben sich inzwischen schon neun Kunden inklusive Lufthansa für das neue Großraumflugzeug A3XX der Airbus Industrie mit über 60 Bestellungen entschieden. Die deutsche Fluggesellschaft hat zwar ihre Bereitschaft erklärt, die A3XX bestellen zu wollen, aber noch keine Einzelheiten über die Höhe des Auftrages verlauten lassen. Mit einem guten halben Dutzend weiterer Fluggesellschaften ist Airbus Industrie darüber hinaus in ernsthaften A3XX-Verhandlungen.

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