Airbus : EADS setzt auf Synergie

Der Flugtechnikkonzern EADS strafft seine Organisation und verbindet die Sparte Militärflugzeuge enger mit Airbus. Von der Maßnahme erhofft sich das Unternehmen Kostensenkungen und eine stärkere Integration einzelner Konzernbereiche.

ParisDie Raumfahrtsparte EADS Astrium soll zudem enger mit dem Rüstungsgeschäft verzahnt werden. Dabei wird der französische Astrium-Chef François Auque Vorgesetzter des deutschen Leiters der Verteidigungssparte, Stefan Zoller. Die Reform sei vom Verwaltungsrat am 12. Dezember beschlossen worden, teilte EADS am Dienstag mit. Sie solle zur stärkeren Integration des multinationalen Konzerns führen.

Die Sparte Military Transport Aircraft (MTAD) baut unter anderem den Airbus-Tanker A400M und die Transportflugzeuge des spanischen Typs CASA. MTAD werde unter dem Namen Airbus Military als Teil des Flugzeugbauers seine Kapazitäten zur Flugzeugentwicklung und zur Systemintegration behalten und das A400M-Montagewerk in Sevilla betreiben.

EADS Astrium und die Verteidigungssparte EADS Defence&Security bleiben formal getrennte Sparten. Ihre Koordinierung solle eine kundenorientierte Herangehensweise fördern und Synergien schaffen, hieß es. Auque werde persönlich das Verteidigungsgeschäft per Delegation an Zoller koordinieren. Zoller bleibt Mitglied des EADS-Exekutivausschusses. Eine Verschmelzung der Sparten hätte das französisch-deutsche Gleichgewicht im Konzern berührt. Die Raumfahrtsparte umfasst auch die französischen Atomraketen. (iba/dpa)

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