Wirtschaft : Airbus erneut in USA erfolgreich

Großauftrag für 46 Maschinen

PARIS (AFP).Das europäische Flugzeugkonsortium Airbus hat einen neuen Milliardenauftrag aus den USA bekommen, der Heimat des Weltmarktkonkurrenten Boeing.Die US-Fluggesellschaft America West Airlines bestellte 46 Maschinen der Typen A319 und A320 und gab Optionen für 40 weitere Exemplare ab, wie beide Unternehmen am Dienstag bekanntgaben.Der Wert des Auftrags wurde nicht genannt.Der Katalogpreis für die Maschinen beträgt 1,4 Mrd.Dollar (umgerechnet knapp 2,5 Mrd.DM), doch sind bei Aufträgen dieser Größenordnung erhebliche Preisnachlässe üblich. Nach einer in Paris veröffentlichten Airbus-Mitteilung sollen 24 Flugzeuge des Typs A320 und 22 Maschinen der etwas kürzeren Version A319 zwischen 1998 und 2000 ausgeliefert werden.Für die Lieferung der vorbestellten A320 ist der Zeitraum 2001 bis 2005 vorgesehen.America West verfügt nach Angaben des Unternehmens bereits über eine Flotte von 26 Airbus A320.Die in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona ansässige Gesellschaft, die erst vor kurzem durch eine Umstrukturierung vor dem Konkurs gerettet wurde, ist die neuntgrößte US-Fluggesellschaft. Wegen ihrer Finanzprobleme hatte America West eine frühere Grundsatzvereinbarung über den Kauf von rund 20 Airbus-Maschinen auf Eis legen müssen.Nach einer Mitteilung des Unternehmens konnte der jetzige Festauftrag zu günstigen Handelsbedingungen abgeschlossen werden.Insbesondere sei ein Finanzierungsplan für zwölf bis 16 Maschinen vereinbart worden.Nötigenfalls werde dies auch für die restlichen Maschinen geschehen. Anfang des Monats hatte Airbus einen Großauftrag der US-Leasinggesellschaft International Lease Finance Corp.(ILFC) über 65 Maschinen - darunter 15 Exemplare des neuen Langstreckenjets A330-200 - buchen können.Das europäische Konsortium liefert sich einen harten Konkurrenzkampf mit dem US-Weltmarktführer Boeing, der nach seiner Fusion mit McDonnell Douglas 70 Prozent des Weltmarkts beherrscht.Airbus will dem amerikanischen Riesen aber langfristig die Hälfe des Marktes entreißen.Dazu soll das Konsortium aus der deutschen Daimler Benz-Aerospace (Dasa), der französischen Aerospatiale, der British Aerospace und der spanischen Casa rasch von der bisherigen lockeren Interessengemeinschaft in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt werden.Dagegen gibt es jedoch noch Bedenken des Staatsunternehmen Aerospatiale.

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