Wirtschaft : Airbus hebt ab

Gewinn verdoppelt Auch EADS legt zu

Nicole Huss

München - Die Belebung im Markt für Verkehrsflugzeuge hat dem Luft- und Raumfahrtkonzern EADS einen kräftigen Schub gegeben. Der deutsch-französisch-spanische Konzern hob seine Jahres-Ergebnisprognose am Donnerstag von 2,1 auf 2,2 Milliarden Euro an. Beim Jahresumsatz peilt EADS nun einen Wert von 32 statt 31 Milliarden Euro an. „Sehr solide Ergebnisse bei Airbus und der Turnaround in der Raumfahrt bilden die Grundlage unseres Umsatz- und Ergebniswachstums“, sagten die Co-Chefs Philippe Camus und Rainer Hertrich.

Bei der Tochter Airbus verdoppelte sich der Vorsteuergewinn in den ersten neun Monaten nahezu; das Nettoergebnis stieg von 242 auf 597 Millionen Euro. Der Konzern rechnet damit, im laufenden Jahr mindestens 315 Airbus-Flugzeuge an Kunden auszuliefern und seine Position als Weltmarktführer bei Verkehrsflugzeugen behaupten zu können. Am Donnerstag teilte die Fluggesellschaft Air Berlin mit, sie wolle bei Airbus 110 Maschinen des Typs „A 320“ kaufen. Im vergangenen Jahr hatte Airbus mit 305 Flugzeug-Auslieferungen erstmals den US-Konkurrenten Boeing überholt. EADS profitiert derzeit vor allem von hohem Wachstum in der Asien-Pazifik-Region und von einer starken Nachfrage nach dem Superjumbo A380, der ab Mitte 2006 ausgeliefert werden soll. Nach Konzernangaben liegen bereits 139 feste Zusagen von 13 Kunden vor.

Auch in der lange Zeit defizitären Raumfahrtsparte hat EADS die Wende geschafft. Der operative Verlust sank in den ersten neun Monaten dank eines harten Sparprogramms von 184 auf fünf Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwarten Camus und Hertrich in der Sparte eine schwarze Null.

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