Wirtschaft : Airbus Industries

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Noch vor wenigen Tagen sagte Rainer Hertrich, Chef des europäischen Gemeinschaftsunternehmens EADS, das den Airbus baut, dass man wohl ohne Entlassungen auskommen werde - auch wenn die Terroranschläge vom 11. September die Branche hart getroffen hätten. Das Geschäft mit Flugzeugen sei ein Langfristiges. Und im zivilen Luftfahrtbereich hätten die Anschläge nur einen vorübergehenden Einbruch verursacht, meinte Hertrich. Langfristig sei das Bedürfnis nach Mobilität größer als die Furcht.

Das ist die Hoffnung, die jeder Flugzeughersteller nach jedem Unglück hat. Und bisher ging sie auf. Aus den Strukturkrisen der Branche gingen zwei Hauptkonkurrenten hervor: Airbus und Boeing. Airbus gilt als der Flugzeugbauer, der die solideren und moderneren Maschinen baut. Mit dem Unglücksflugzeug, das gestern über dem New Yorker Stadtteil Queens abstürzte, gibt es bislang gute Erfahrungen - auch wenn das Modell nicht mehr hergestellt wird.

Während Konkurrent Boeing in den vergangenen Jahren zu schnell wuchs und anschließend massive Qualitätsmängel einräumen musste, hatte Airbus bislang kaum Probleme mit der Sicherheit. Boeing musste sich von Tausenden von Mitarbeitern trennen, Airbus dagegen lebt immer noch mit einem dicken Auftragspolster. Nur, dass allmählich die Kunden knapper werden. Zwar sagt Hertrich, dass die Krise die Branche am Ende stärken werde. Doch bis dahin werden noch einige Airlines verschwinden. Das wird die EADS treffen - auch wenn ihr Chef der meint, dass es nicht auf die Zahl der Fluglinien ankomme, sondern auf die Zahl der Passagiere.

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