Airbus-Krise : Struck mahnt zu deutscher EADS-Beteiligung

In der Airbus-Krise hat SPD-Fraktionschef Peter Struck von der Bundesregierung den Erhalt der deutschen Beteiligung am Mutterkonzern EADS gefordert. Gleichzeitig mahnt er Wirtschaftsminister Glos an "aktiv" zu werden.

Hannover/Hamburg - "Die EADS-Beteiligung von DaimlerChrysler muss in deutscher Hand bleiben", forderte Struck im Gespräch mit der hannoverschen "Neuen Presse". "Wir können und dürfen nicht zusehen, wie die Hoheit über EADS nach und nach ins Ausland geht. Die Bundesregierung sollte eine Lösung vorantreiben", erklärte Struck. Es sei an der Zeit, dass Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) "in dieser Frage aktiv wird". Nur so behalte Deutschland Einfluss bei gravierenden betrieblichen und strategischen Entscheidungen. Airbus müsse weiter in Deutschland produzieren.

Der neue Airbus-Chef Louis Gallois stimmte die Beschäftigten des Konzerns kurz vor seinem Antrittsbesuch beim deutschen Stammwerk in Hamburg auf einen grundlegenden Konzernumbau ein. Wie die "Bild"-Zeitung berichte, kündigte Gallois in einem Rundschreiben an die Belegschaft an, dass "in einigen Bereichen radikalere Veränderungen notwendig" seien. "Wir werden unsere Effizienz deutlich erhöhen müssen, und das wird nicht dadurch möglich sein, lediglich unsere industrielle Leistungsfähigkeit weiter zu entwickeln."

Steigende Effizienz werde "auch mehr Integration innerhalb von Airbus erfordern und wenn nötig auch drastische Maßnahmen". Um dies zu erreichen, müssten die Beziehungen innerhalb von EADS vereinfacht werden. Gallois versicherte, das Unternehmen wisse, "dass die Anstrengungen in ausgeglichener Weise von den verschiedenen Heimatländern der Airbus-Eigner geteilt werden müssen". (tso/AFP)

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