Airbus : Merkel will bei A350 notfalls helfen

Angesichts der Finanzierungsprobleme beim geplanten Langstrecken-Airbus A350 will die Bundesregierung einem französischen Politiker zufolge notfalls Unterstützung leisten. Der A350 sei für Airbus "unabdingbar".

Paris - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe Airbus-Chef Louis Gallois zugesagt, "dass der deutsche Staat bereit ist, einzugreifen", sagte der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses in der Nationalversammlung, Patrick Ollier. "Wenn es besondere finanzielle Probleme bei dem Projekt gibt, wäre es wünschenswert, dass auch der französische Staat interveniert." Der Verwaltungsrat der Airbus-Mutter EADS will sich am Freitag erneut mit dem neun bis zehn Milliarden Euro teuren Projekt beschäftigen, dessen Start mehrfach verschoben wurde.

Ollier äußerte sich nach der Anhörung von Gallois vor dem Wirtschafts- und dem Finanzausschuss der Nationalversammlung. Es sei "unabdingbar, dass wir auf dem Markt für Langstreckenflugzeuge vertreten bleiben, der 40 Prozent des Weltmarktes ausmacht", sagte Ollier. Dieses sei notwendig "für das Überleben von Airbus" im Konkurrenzkampf mit dem US-Rivalen Boeing. Gallois selbst sagte während und nach der Anhörung, Airbus wolle beim A350 die Hälfte der Außenhülle außerhalb des Unternehmens entwickeln lassen. Partner sollten damit Arbeiten im Wert von 1,8 Milliarden Euro übernehmen, sagte der Airbus-Chef. Eigenen Angaben zufolge informierte Gallois die Gewerkschaften bereits über die geplante Auslagerung wesentlicher Entwicklungsarbeiten. (tso/AFP)

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