Airbus warnt Nutzer : Softwarefehler könnte A400M zum Absturz gebracht haben

Eine offizielle Bestätigung, dass ein Softwarefehler zum Absturz eines A400M geführt hat, gibt es nicht. Doch die Warnung des Herstellers Airbus an die Käufer des Militärtransporters ist deutlich.

Einige Länder, darunter Deutschland, haben den Militärtransporter schon. Sie sollen nun die Triebwerksteuerung prüfen.
Einige Länder, darunter Deutschland, haben den Militärtransporter schon. Sie sollen nun die Triebwerksteuerung prüfen.Foto: AFP

Airbus hat die Kunden des Militärtransporters A400M vor möglichen Problemen bei der Triebwerkssteuerung gewarnt. In einer sogenannten dringlichen technischen Empfehlung des Herstellers seien die Nutzer des Flugzeuges über nötige Tests informiert worden.

Die Empfehlung sehe „die Durchführung eines einmaligen Kontrollchecks der elektronischen Triebwerkskontrolleinheit bei jedem Flugzeugtriebwerk vor dem nächsten Flug vor“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens vom Dienstag. Dies geschehe, um „mögliche Risiken bei künftigen Flügen zu vermeiden“.

Eine Aussage zur Ursache des Absturzes einer A400M vor gut einer Woche in Spanien machte Airbus nicht. Allerdings sei bei einer internen Analyse ein möglicher Softwarefehler entdeckt worden, der die Abschaltung von mehreren Triebwerken auslösen könnte, sagte ein Sprecher. Über die Empfehlung seien auch die Behörden informiert.

Der A400M ist bislang unter anderem an Großbritannien, Frankreich und Deutschland ausgeliefert worden. Seit dem Absturz einer Maschine bei einem Testflug in Spanien vor knapp zwei Wochen haben die meisten Länder den Flugbetrieb mit ihren A400M ausgesetzt. Die abgestürzte Maschine sollte an die Türkei ausgeliefert werden. (dpa/rtr)