Wirtschaft : Airline-Sanierer Wöhrl kauft Regionalflieger Intersky

Friedrichshafen - Der bayerische Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl steigt wieder in den Regionalflugverkehr ein. Seine Intro-Gruppe übernimmt 74,9 Prozent der kleinen österreichischen Luftverkehrsgesellschaft Intersky, die vom deutschen Friedrichshafen aus operiert. Die Gruppe hat bereits in der Vergangenheit mehrere Fluglinien erfolgreich saniert – darunter die Urlaubslinie LTU und der Billigflieger DBA, die Wöhrl später beide an Air Berlin verkaufte. Intersky soll jetzt „die Keimzelle für ein stattliches Regionalflugunternehmen“ werden, kündigte der 64-Jährige am Dienstag an. Das Gesamtinvestment gehe „in die Millionen“, genaue Beträge wurden nicht genannt.

Intersky befand sich bisher im alleinigen Besitz des Ehepaares Renate Moser und Horst Seewald. Aufgrund der Luftverkehrskrise flog das Unternehmen 2010 kräftige Verluste ein und war im vergangenen Jahr gezwungen, eines von vier Flugzeugen zu verkaufen. 2011 schafften die Eigentümer mit hohem persönlichen Einsatz „eine schwarze Null“, Voraussetzung für den Einstieg der Intro-Gruppe.

Die Intersky-Flotte soll jetzt modernisiert und auf bis zu fünf Flugzeuge vergrößert werden. Mittelfristig denkt Geschäftsführer Peter Onken an ein „deutlich größeres“ Wachstum. Von Friedrichshafen aus sollen zunächst die bestehenden Linienverbindungen nach Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Wien ausgebaut und neue Dienste nach Mailand gestartet werden. Danach sollen Strecken zwischen anderen deutschen und österreichischen Flughäfen hinzukommen. Unternehmer Wöhrl kehrt damit zu seinen Wurzeln zurück: 1974 hatte er die regionale Fluggesellschaft Nürnberger Flugdienst gegründet, die später in Eurowings aufging. du-

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