Wirtschaft : Airlines: Von Berlin nach Brüssel

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Die Route zwischen Berlin-Tempelhof und Brüssel ist die wichtigste europäische Verbindung der Sabena, sagt der ehemalige Berlin-Direktor, Bernhard Liscutin. Werktäglich bietet die Sabena fünf Flugpaare an. Das entspricht drei Viertel des Flugangebots zwischen Berlin und Brüssel. Eingesetzt werden Avro Regionaljets. Die bieten Platz für 80 oder 100 Personen. Sonnabends und sonntags werden je vier Flugpaare angeboten. Nicht alle Fluggäste wollen aber nach Brüssel. Ein Teil steigt in Brüssel um. Viele Anschlüsse bietet American Airlines dort an. Sie benutzt den Flughafen als Drehkreuz. Branchenbeonachter erwarten, dass sich bei einer Übertragung des Sabena-Flugbetriebs auf die Tochtergesellschaft DAT für die Berlin-Strecke wenig ändern wird. Die Regionalflugzeuge, die auf dieser Verbindung verkehren, werden schon heute von der DAT im Auftrag des Mutterunternehmens vertreten. Derzeit sind die Flieger mit zwischen 70 und 80 Prozent relativ stark ausgelastet. Die einzige Alternative für Berliner Passagiere bietet Lufthansa. Deren Tochter City Line fliegt dreimal werktäglich von Tegel nach Brüssel und zurück. Sonnabends wird einmal, sonntags zweimal gestartet. Mit dem 50-sitzigen Canadair Regionaljet setzt Lufthansa auf dieser Route ihr kleinstes Flugzeug ein. Überlegungen, die Route bei einem Konkurs der Sabena zu verstärken, gibt es bei Lufthansa bisher nicht. Der Einsatz größerer Maschinen gilt aber als unproblematisch. Die belgische Billigfluglinie des britischen Multiunternehmers Richard Branson, Virgin Express, bot in der Vergangenheit ab Schönefeld ebenfalls Flüge nach Brüssel an, zog sich aber wieder aus dem Berlin-Geschäft zurück.

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