Wirtschaft : Aktien von Arcandor stürzen ab

Frankfurt am Main/Essen - Der Handels- und Reisekonzern Arcandor hat Spekulationen über eine womöglich drohende Insolvenz zurückgewiesen. Das Geschäft sei nicht beeinträchtigt, und die Lager für die Weihnachtszeit seien voll, sagte ein Sprecher des Essener Konzerns am Dienstag. Die Arcandor-Aktien brachen zeitweise um bis zu 20 Prozent auf 3,25 Euro ein und bauten ihre Vortagesverluste damit drastisch aus.

Zu Arcandor gehören die Karstadt-Kaufhäuser, der Reiseveranstalter Thomas Cook und das Versandhaus Quelle. Die Spekulationen waren aufgekommen, nachdem der Kreditversicherer Euler Hermes neue Kreditlinien für Arcandor auf Eis gelegt hatte. Das könnte bedeuten, dass die Bezahlung von Lieferungen an den früheren Karstadt-Quelle-Konzern nicht gesichert ist, wenn das Unternehmen in Zahlungsnöte geraten sollte.

Bereits am Montag hatte ein Bericht über Probleme des Konzerns mit dem Kreditversicherer die Aktie unter Druck gesetzt. Von der vorgenommenen Deckelung der Garantiesumme seien mögliche Lieferungen an die beiden Handelstöchter des Konzerns, Karstadt und Quelle, betroffen, sagte ein Unternehmenssprecher. Am Dienstag hieß es im Konzern, das Thema sei mit Abschluss der Verhandlungen mit Banken zur Refinanzierung in einigen Tagen beendet. dpa/AFP

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