Wirtschaft : Aktienfieber: Lexikon der Fondsanlage

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Ausgabeaufschlag: Wird von der Fondsgesellschaft auf den Verkaufs- beziehungsweise Rücknahmepreis aufgeschlagen und vom Anleger beim Fondskauf bezahlt. Der Ausgabeaufschlag variiert von Fonds zu Fonds - er kann sechs Prozent oder mehr betragen, meistens liegt er zwischen drei und fünf Prozent. Es gibt aber auch Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Diese haben dann in der Regel aber eine höhere Verwaltungsgebühr.

Management-/Verwaltungsgebühr: Entgelt für das Fondsmanagement, das die jeweiligen Märkte beobachtet und für die Anlagestrategie und die Auswahl der gekauften Papiere verantwortlich ist. Die Gebühr ist - anders als der einmalige Ausgabeaufschlag - ein laufender Posten und liegt bei Aktienfonds meist zwischen 0,5 und zwei Prozent, bei Rentenfonds meist zwischen 0,2 und 1,5 Prozent.

Fondsperformance: Die Wertentwicklung des Fonds (in Prozent) in einem bestimmten Zeitraum, zum Beispiel ein Jahr. Sie wird meist verglichen mit der Performance ähnlich anlegender Fonds - beispielsweise werden solche Fonds miteinander verglichen, die jeweils nur in großen deutschen Aktientiteln oder nur in internationalen Pharma-Aktien anlegen. Zum Vergleich mit der durchschnittlichen Marktentwicklung wird die jeweilige Benchmark genommen - in den beiden genannten Beispielen wäre dies der Deutsche Aktienindex beziehungsweise ein internationaler Pharma-Index. Die Performance der Vergangenheit lässt sich nicht für die Zukunft fortschreiben, sie hängt wesentlich von der Marktentwicklung im jeweiligen Anlagebereich, aber auch von der Qualität des Fondsmanagements ab.

Aktien-/Renten-/Mischfonds: Aktienfonds legen in Aktien, Rentenfonds in Anleihen und gemischte Fonds in Aktien und Anleihen an. Geldmarktfonds legen in sehr kurzfristigen Festverzinslichen an.

Thesaurierung/Ausschüttung: Thesaurierende Fonds legen die erzielten Erträge (Dividenden, Zinsen) wieder an, ausschüttende Fonds zahlen sie periodisch (z.B. jährlich oder vierteljährlich) an die Anleger aus.

Fondssparplan: Der Anleger spart mit regelmäßigen Zahlungen (beispielsweise monatlich 300 Mark) ein kleines "Fondsvermögen" an. Fondssparpläne gibt es nicht bei allen Fondsgesellschaften und nur für einen Teil der Fonds.

AS-Fonds: Fonds, die für die private Altersvorsorge geeignet sind. AS bedeutet Altersvorsorge-Sondervermögen. Der Begriff AS-Fonds wurde mit dem Dritten Finanzmarktförderungsgesetz eingeführt.

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