Wirtschaft : Aktienkurse in Indonesien gesunken

Einbruch trotz der IWF-Kredite JAKARTA (rtr).Die Kurse an der Aktienbörse in Jakarta sind trotz Wiederaufnahme der internationalen Hilfszahlungen an Indonesien weiter gesunken.Das Börsenbarometer verzeichnete am Dienstag einen Kursrückgang um 2,43 Prozent und schloß mit einem Stand von 435,16 Punkten.Dies war der niedrigste Stand seit Mitte Januar.Händler begründeten den Kursverfall mit gewaltsamen Protesten gegen die von der Regierung verfügten drastischen Preiserhöhungen für Strom, Treibstoff und öffentliche Verkehrsmittel.Diese wiederum waren Teil der Auflagen für die Auszahlung von Milliarden-Überbrückungskrediten.Der Internationale Währungsfonds (IWF) bewilligte die Auszahlung von knapp einer Mrd.Dollar, um Indonesien aus der Finanzkrise zu helfen.Der IWF hatte das Geld im März gesperrt, weil Indonesien bei der Umsetzung des an den Kredit geknüpften Reformprogramms nur schleppend vorangekommen war.Die nun genehmigten Mittel sind Teil eines 40-Mrd.-Dollar-Hilfspakets, das der IWF für Indonesien vermittelt hat.Der Geschäftsführende Direktor des IWF, Michel Camdessus lobte die verfügten Preiserhöhungen in Indonesien.Indonesiens Präsident Suharto erklärte, er stehe voll hinter den mit dem IWF vereinbarten Reformen.Die Landeswährung Rupie verharrte am Dienstag bei einem Kurs von 8000 je Dollar.Händler sagten, zwei gegensätzliche Kräfte würden den Kurs der Rupie beeinflussen.Der IWF-Kredit wirke positiv, die Unruhen wirkten negativ.Der indonesische Superminister für Wirtschaft und Finanzen, Ginandjar Kartasasmita, sagte, Indonesien erwarte in den kommenden drei Monaten insgesamt sieben Mrd.Dollar an internationalen Hilfen.Dies werde die Devisenreserven des Landes stärken.Zu den Geldgebern gehörten der IWF, die Asiatische Entwicklungsbank, die Weltbank, Japan, Australien und Malaysia.

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