Wirtschaft : Aktienkurse werden kräftig schwanken

Börsianer sind über den Verlauf des Deutschen Aktienindex gespalten – Impulse werden Konjunkturdaten aus den USA liefern

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Frankfurt (Main) (mm/HB). Mit einem Feuerwerk hatten sich die deutschen Aktien aus dem alten Jahr verabschiedet, und in genauso guter Laune präsentierten sie sich am ersten Handelstag 2004. Am vergangenen Freitag überwand der Deutsche Aktienindex (Dax) erstmals seit dem Juli 2002 die Marke von 4000 Punkten. Glaubt man den zahlreichen Optimisten, dann können sich die Anleger in den kommenden Tagen auf weiter steigende Notierungen freuen. Nach Meinung der Commerzbank versprechen nicht nur der Dax, sondern auch die übrigen internationalen Leitindizes einen erfolgreichen Start ins Jahr 2004. Positiv stimme, dass der Aufschwung der vergangenen Wochen und Monate auf einer sehr breiten Basis stattgefunden habe. Auch von den Unternehmensergebnissen für das vierte Quartal erwarten die CommerzbankAnalysten Rückenwind für die Börsen. Die Aktienstrategen der WestLB gehen ebenfalls davon aus, dass die Märkte zumindest bis zum Ende des ersten Quartals 2004 auf einen nachhaltigen konjunkturellen Aufschwung setzen werden.

Gleichzeitig warnen allerdings einige Händler vor zu großem Optimismus. „Man muss erst einmal abwarten, ob die Zuversicht wirklich von Dauer ist“, sagte ein Marktteilnehmer. Möglicherweise sei bereits ein Großteil der Konjunkturaussichten in den Kursen eingepreist. Die jüngsten Gewinne seien bei dünnen Umsätzen zu Stande gekommen. Wegen der unterschiedlichen Auffassung der Anleger über die Marktlage rechnen viele Händler in den nächsten Tagen mit kräftig schwankenden Kursen.

Neue Impulse werden die Aktienmärkte in dieser Woche vor allem von der Konjunkturseite bekommen. Lediglich am Freitag nennen Karstadt-Quelle und Metro ihren Jahresumsatz. Am Dienstag werden die Investoren mit neuen Zahlen über die Konjunktur der USA versorgt. In Washington werden der Auftragseingang für die Industrie und der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Am Freitag folgt der Bericht für den US-Arbeitsmarkt im Dezember. In der Eurozone steht am Donnerstag die erste Zinsentscheidung des Jahres an. Mit einer Änderung der Leitsätze rechnen Volkswirte allerdings nicht. Ebenfalls am Donnerstag werden in Deutschland die Arbeitslosenzahlen für den Dezember veröffentlicht. Am Freitag folgen die Leistungsbilanz und die Auftragseingänge der Industrie.

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