Aktienverkauf : Post trennt sich von Deutscher Bank

Die Post ist nicht länger größter Aktionär der Deutschen Bank. Der Konzern verkauft Aktien für fünf Milliarden Euro.

Corinna Visser

Berlin - Wie vorgesehen trennte sich die Deutsche Post DHL von den ihr verbliebenen Aktien des Geldhauses, teilte das Unternehmen am Montag mit. Aus dem Verkauf der 50 Millionen Deutsche-Bank-Aktien habe der Konzern rund 100 Millionen Euro mehr als geplant erlösen können.

Der Kurs der Deutsche-Bank-Aktie ist seit der Vereinbarung der Transaktion im Januar von 15 Euro auf mehr als 41 Euro gestiegen. Die Post hatte die Aktien im März erhalten, als sie einen Teil ihrer Postbank-Anteile an die Deutsche Bank verkauft hatte. Insgesamt seien der Post bisher rund fünf Milliarden Euro aus dem Verkauf des Postbank-Anteils zugeflossen, teilte die Post mit. Der Bonner Konzern hält nun keine Aktien mehr an Deutschlands größter Bank.

„Wir sind sehr zufrieden, dass wir die Anteile an der Deutschen Bank wie geplant so zügig und erfolgreich verkaufen und damit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum reinen Brief- und Logistikkonzern vollziehen konnten“, sagte Post- Chef Frank Appel.

Die Deutsche Bank hatte für 50 Millionen eigene Aktien aus einer Kapitalerhöhung zunächst einen Anteil von 22,9 Prozent an der Postbank erhalten. Derzeit hält die Post selbst noch 39,5 Prozent an der Postbank. Nach Ablauf von drei Jahren wird eine Pflichtumtauschanleihe auf 27,4 Prozent der Postbank-Aktien an die Deutsche Bank übertragen. Für den verbleibenden Anteil von 12,1 Prozent bestehen nach Angaben der Post Kauf- und Verkaufoptionen, die zwischen 2012 und 2013 gezogen werden können.

Finanzwerte waren am Montag an der Börse nicht gefragt: Die Papiere der Deutschen Bank verloren knapp drei Prozent. Auch die Aktien der Post verloren fast zwei Prozent.

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