Wirtschaft : Aktionäre kritisieren Schering-Strategie

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Aktionäre der Schering AG können mit einer Dividendenerhöhung von 1,50 Euro je Aktie und einem Bonus von einem Euro je Aktie rechnen. Einen entsprechender Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat des Berliner Pharmaunternehmens soll auf der bevorstehenden Hauptversammlung am 27. April beschlossen werden. Unterdessen haben die Kritischen Aktionäre angekündigt, dass sie die beantragte Entlastung der Mitglieder des Vorstands ablehnen werden.

Sie begründen das damit, dass mehr als ein Viertel der von Schering vertriebenen Arzneimittel "nach medizinischen Gesichtspunkten irrational" seien und "keine sinnvolle Therapie" darstellten. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO sei weniger als ein Viertel der von Schering angebotenen Medikamente unentbehrlich, heißt es in einer Mitteilung.

Darüber hinaus wollen die Kritischen Aktionäre auch den Mitgliedern des Aufsichtsrates die Entlastung verweigern. Der Aufsichtsrat gefährde "das Aktionärsvermögen, das in Form des Agrarchemie-Geschäfts von Schering in den Aventis-Konzern eingebracht wurde, indem er dort weiterhin Investitionen in die so genannte grüne Gentechnik" dulde. Und das, "obwohl der Vorstand dafür bereits in mehreren Hauptversammlungen keinerlei konkrete Gewinnerwartungen benennen konnte." Viele Aktionäre hätten ihr Vertrauen in die amtierende Konzernführung verloren, heißt es.

Auf der Hauptversammlung soll unter anderem ein Aktiensplit und eine Kapitalerhöhung um 26 400 000 Euro auf 356 894 000 Euro beschlossen werden.

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