Wirtschaft : Aktionäre sind zufrieden

INGO NARAT (HB)

Aber Informationsdefizite bei privater AltersvorsorgeVON INGO NARAT (HB)"Das bestärkt uns, noch intensiver über die langfristig überlegene Wertentwicklung von Aktie und Aktienfonds aufzuklären", resümiert Manfred Mathes.Als Sprecher der Geschäftsführung von Union Investment nimmt er Stellung zu der jetzt vorgelegten Studie zur Altersvorsorge, die die Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken beim Marktforschungsinstitut Lassek & Herzog in Auftrag gab.Wesentliche Ergebnisse: Rund 80 Prozent der Bundesbürger halten die private Vorsorge für notwendig.Anleger, die dafür Aktienfonds wählen, sind damit überdurchschnittlich zufrieden.Aber jeder Fünfte weiß zu wenig über Aktienfonds.Beachtliche 33 Prozent der gesetzlich Rentenversicherten gaben an, daß sie aus der staatlichen Versicherung austreten würden, wenn dies möglich wäre.Als wichtigstes Motiv führten die potentiellen Aussteiger ins Feld, sie hielten die private Vorsorge für effektiver.Die privat vorsorgenden Sparer legen in fast zwei Dritteln der Fälle bis zu 300 DM pro Monat zurück; bei jedem Vierten sind es sogar über 500 DM.Zur Frage, was für die eigene Altersvorsorge konkret getan werden kann, herrscht bei vielen Befragten allerdings Ratlosigkeit, teilweise auch Unkenntnis.Spontan werden zwar Möglichkeiten wie die "eigenen vier Wände" oder die Lebensversicherung genannt.Doch die Mehrheit zeige sich bei modernen Alternativen zur Absicherung wenig informiert, so die Union.Einschränkend merkt die Gesellschaft an, mit dem System der gesetzlichen Rentenversicherung unzufriedene Selbständige und Anleger zeigten ausgeprägte Bereitschaft zum Einsatz von Aktienfonds zur privaten Vorsorge.Generell schienen die bisherigen Fondsanleger sehr angetan: Jene, die Aktienfonds schon zur Vorsorge einsetzten, seien damit zufriedener als jene, die Erfahrungen mit anderen Produkten gesammelt hätten, etwa mit Anleihen, Lebensversicherungen oder Bausparverträgen.Das Gros der Befragten unterschätze die langfristige Überlegenheit der Anlageerfolge von Aktien und Aktienfonds, meint die Union.Bei zwanzigjähriger Bindungsdauer liege die Wahrscheinlichkeit, mit deutschen Aktien und Aktienfonds höhere Renditen als mit Anleihen zu erzielen, schon bei 87 Prozent.Bei einem Anlagehorizont von von 30 Jahren klettere die Wahrscheinlichkeit sogar auf 95 Prozent.

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