Wirtschaft : Aktionäre verhindern KKK-Verkauf

Eklat bei Hauptversammlung FRANKENTHAL (dpa).Mit einem Eklat ist in der Nacht zum Mittwoch die ordentliche Hauptversammlung des Frankenthaler Turboherstellers KKK zu Ende gegangen.Nach massiven Protesten von Kleinaktionären konnte die Versammlung aus Zeitgründen vorerst nicht über die Pläne der Unternehmensleitung abstimmen, die Turboladersparte für 102 Mill.DM an den US-Mehrheitsgesellschafter Borg-Warner zu verkaufen.Die Hauptversammlung wird nach Einschätzung von KKK-Vorstandsmitglied Peter Schubert in sechs Wochen erneut zusammenkommen.Die Kleinaktionäre hielten den vereinbarten Kaufpreis für zu niedrig.Drei Zusammenschlüsse von Kleinaktionären hatten bereits vor Beginn der Hauptversammlung Gegenanträge gestellt und eine neue Bewertung des Geschäftsbereichs gefordert.Die 850 Mitarbeiter der Sparte hatten 1997 einen Umsatz von 241 Mill.DM (1996: 211 Mill.DM) erwirtschaftet.Der KKK-Vorstand hatte die Verkaufspläne kürzlich zusammen mit den im Vorjahresvergleich verbesserten Zahlen für das Geschäftsjahr 1997 (31.12.) bekanntgegeben.Erstmals seit 1991 war angekündigt worden, wieder eine Dividende auf Stammaktien zu zahlen.Vorstandsmitglied Ray Carrell hatte den geplanten Verkauf unter anderem mit der Wettbewerberstruktur im Turboladerbereich begründet.Um beide Bereiche am Markt halten zu wollen, seien zudem Gesamtinvestitionen in Höhe von 330 Mill.DM nötig, die nicht ohne weiteres organisiert werden könnten.

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