Wirtschaft : Aktuelle Urteile: Kein Schadensersatz bei Aufklärung

Patienten haben bei Beschwerden nach einer Operation keinen Anspruch auf Schadensersatz, wenn sie vor dem Eingriff eine Erklärung über mögliche Risiken unterschreiben. Das entschied das Oberlandesgericht Celle in einem jetzt bekannt gegebenen Urteil.

Im vorliegenden Fall hatte eine Patientin auf Schadenersatz geklagt, weil sie nach dem Einsatz einer Hüftprothese Bewegungs- und Gefühlsstörungen im Bein bekommen hatte. Ein Gutachten habe ergeben, dass es sich nicht um einen Operationsfehler handelte.

Die Frau machte vor Gericht aber dennoch geltend, sie sei über Risiken der Hüftoperation nicht angemessen aufgeklärt worden, und verlangte deshalb knapp 30 000 Mark Schadensersatz. Das Oberlandesgericht entschied aber, dass die Patientin durch eine von ihr vor der Operation unterschriebene umfangreiche Einwilligungserklärung ausreichend informiert worden sei. Gegen das Urteil sei wegen der Höhe des Streitwertes keine Revision möglich (Aktenzeichen: Oberlandesgericht Celle 1 U 30 / 00).

0 Kommentare

Neuester Kommentar