Wirtschaft : Alba stockt Anteile an Interseroh auf Berliner halten Mehrheit an Kölner Rohstoffhändler

Berlin - Der Berliner Entsorger Alba hat seine Beteiligung am Kölner Rohstoffhändler Interseroh ausgebaut. Eine Alba-Beteiligungsgesellschaft halte nun 50,036 Prozent der Stimmrechtsanteile, teilte Interseroh am Montag in einer Pflichtmitteilung für die Börse mit. Der Markt honorierte die Nachricht mit einem kräftigen Plus: Der Kurs der Interseroh-Aktie stieg am Montag bis Börsenschluss um 5,22 Prozent auf 58,29 Euro.

Alba war schon vorher mit 46,3 Prozent an Interseroh beteiligt. Die Kölner Gruppe hatte im ersten Quartal 2007 dank einer Preisanhebung einen kräftigen Umsatz- und Ergebnissprung erzielt. Der Umsatz stieg von 276,3 Millionen Euro auf 437 Millionen Euro. Der Vorsteuergewinn erreichte 16,6 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 5,8 Millionen Euro gewesen.

Interseroh profitiert von den stark angestiegenen Preisen für Altpapier sowie für Stahl- und Metallschrotte. Letztere haben sich durch den wirtschaftlichen Boom in China, der die weltweite Nachfrage angeheizt hat, enorm verteuert. Nach dem Rücktritt von Interseroh-Vorstandschef Werner Kook vor eineinhalb Jahren hat dessen Nachfolger Johannes-Jürgen Albus das Unternehmen durch Zukäufe in Deutschland und Polen massiv ausgebaut. Albus kaufte einen Umsatz von 200 Millionen Euro im Stahlschrott-Geschäft hinzu. Sein Ziel ist es, den Abstand zu Marktführer Remondis nicht zu groß werden zu lassen.

Im Geschäft mit dem Grünen Punkt tritt Interseroh gegen den früheren Monopolisten Duales System Deutschland an. 2009 soll der Marktanteil bei der Entsorgung von Verpackungsabfällen bei 25 bis 30 Prozent liegen. Zum Ende des ersten Quartals waren es 15 Prozent. pet

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