Wirtschaft : Aldis der Lüfte

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Sie werden auch „Aldis der Lüfte genannt“, und das Konzept der Billigflieger erinnert tatsächlich an das Geschäftsmodell des Lebensmitteldiscounters. Ein solides, günstiges Standardangebot, wenig Service und schon gar kein Luxus. Billigflieger wie Ryanair, Easyjet, Germanwings oder die HapagLloyd-Tochter HLX können ihre Flüge auch deshalb so günstig anbieten, weil sie ihre Tickets nicht am Schalter, sondern über das Internet verkaufen. Das spart Personalkosten. Außerdem fliegen die Gesellschaften in der Regel auf günstigen Nebenstrecken. So startet Ryanair nicht in Frankfurt (Main), sondern in Frankfurt-Hahn, das rund 100 Kilometer weit von Frankfurt entfernt liegt. In den kleinen Regionalflughäfen sind die Start- und Landegebühren deutlich niedriger als bei den großen Flughäfen, das schlägt sich auch in den Ticketpreisen nieder. Außerdem haben Billigflieger eine höhere Auslastung als die großen Fluglinien. In den USA und Großbritannien sind sie schon vor zehn Jahren gestartet, in Europa sehr viel später. Entsprechend groß ist das Potenzial: Experten erwarten, dass der Billigfliegermarkt hier zu Lande in den kommenden Jahren noch um 20 bis 25 Prozent wachsen wird. pet

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