• „Alle drei Familien waren sich einig“ Ringier-Chef Martin Werfeli zum Ende der Gespräche mit Springer

Wirtschaft : „Alle drei Familien waren sich einig“ Ringier-Chef Martin Werfeli zum Ende der Gespräche mit Springer

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Herr Werfeli, Ringier hat die Gespräche mit Springer abgebrochen. Warum?

Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die Synergien nur voll nutzbar gewesen wären, wenn wir uns ganz verschränkt hätten – was unweigerlich die Aufgabe unserer Selbstständigkeit zur Folge gehabt hätte.

Wurde Michael Ringier von der Eigentümerfamilie überstimmt?

Wir haben eine Eigentümerfamilie, bestehend aus drei Stämmen, und die geben die Bestimmung über Ringier nicht her. Da waren sich alle drei Familien absolut einig.

Inwiefern spielte die öffentliche, gegen die SpringerÜbernahme gerichtete Stimmung in der Schweiz eine Rolle?

Nur indirekt. Wir sind das nationale Medienunternehmen in der Schweiz und sind uns unserer nationalen Rolle nochmals sehr bewusst geworden. Aber es gab keinerlei öffentlichen Druck.

Gibt es eine Nachfolgeregelung bei Ringier?

Michael Ringier ist 53 Jahre alt und damit noch sehr jung. Er hat Kinder. Seine Schwester hat auch zwei Söhne.

Aber keiner von ihnen ist im Verlag aktiv.

Was nicht ist, kann ja noch werden.

Besteht für den im internationalen Vergleich kleinen Ringier-Verlag nicht eine Gefahr für den Bestand des Unternehmens?

Wir bestehen seit Jahren erfolgreich, auch international. Wir haben neben der Marktführerschaft in der Schweiz erfolgreiche Positionen in Tschechien, der Slowakei, in Ungarn, Rumänien und Asien. Das kann sich durchaus sehen lassen.

Das Gespräch führte Ulrike Simon.

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