Wirtschaft : Allianz gegen Konjunkturprogramme

ali/cbu

Allianz-Chef Henning Schulte-Noelle spricht sich gegen zusätzliche Ausgabenprogramme der Berliner Regierung aus. "Ich habe nie etwas von aufgesetzten Konjunkturprogrammen gehalten. Das führt in aller Regel zu kurzfristigen Vorzieheffekten, nicht zu nachhaltiger Besserung", sagte der Allianz-Chef dem Handelsblatt und stützte damit den Kurs der Berliner Koalition. US-Präsident George W. Bush hatte sofort nach den Terroranschlägen vom 11. September Milliarden in die Wirtschaft gepumpt. Auch Deutsche-Bank-Chef Rolf-E. Breuer hatte zusätzliche Konjunkturprogramme gefordert. Schulte-Noelle bevorzugt ein Vorziehen der zweiten Stufe der Steuerreform. Das sei hilfreich. Im Gespräch mit der Regierung um eine Beteiligung des Staates an der Absicherung von Terror-Risiken hat es offenbar Fortschritte gegeben. "Es gibt von der Bundesregierung ermutigendere Zeichen als am Anfang der Debatte", sagte er. Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder sei eingeschaltet. Allerdings bleibt abzuwarten, wie die Beteiligten auf den erneuten Absturz einer Passagiermaschine in New York reagieren.

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