Wirtschaft : Allianz kauft 80 Läden von Aldi Kartellamt genehmigt Immobiliengeschäft

München / Mülheim - Anfang der Woche wurde bekannt, dass die Allianz von Discounter Aldi Gebäude kaufen will. Nun ließ der Versicherer am Freitag verlauten, 80 Einzelhandelsobjekte der Aldi Grundstücksgesellschaft gekauft zu haben. Die erworbenen Objekte befänden sich im wirtschaftlich starken Süddeutschland und verteilten sich auf Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die Immobilien haben eine Verkaufsfläche von durchschnittlich 900 Quadratmetern pro Objekt. Zum Preis wollte sich die Allianz am Freitag nicht äußern.

„Wir wollen das Immobilienvolumen der Allianz durch Investitionen in ertragsstarke Immobilien deutlich erhöhen“, sagte Stefan Brendgen, Vorstandsvorsitzender der Allianz Real Estate Germany. „Der Erwerb dieses Portfolios ist ein weiterer Meilenstein auf diesem Weg, den wir konsequent weiterverfolgen werden.“ Aldi Süd wollte den Kauf nicht weiter kommentieren.

Auch die Gefahr eines möglichen Verbots durch das Kartellamt ist mittlerweile gebannt. Wie das Amt mitteilte, ist ein entsprechender Antrag inzwischen genehmigt worden. Bei der Prüfung ergaben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass durch den Kauf eine „marktbeherrschende Stellung entstehen oder verstärkt werden könnte“, sagte eine Sprecherin der Behörde in Bonn.

Die Allianz will ihr gesamtes Portfolio um- und ausbauen und die Immobilienbestände inklusive Fondsinvestitionen von derzeit 17 auf 30 Milliarden Euro aufstocken. Generell gelten Immobilien in Niedrigzinsphasen wie derzeit als lukrative Anlageobjekte. lgi/dpa

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