Allianz : Proteste gegen Stellenabbau

Tausende Beschäftigte der Allianz haben in mehreren Städten erneut gegen den geplanten Stellenabbau demonstriert. Die Protestfront scheint allerdings inzwischen zu bröckeln.

Berlin - An den von der Schließung bedrohten Standorten Frankfurt am Main und Köln gingen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi fast 2000 Mitarbeiter auf die Straße. Proteste gab es auch in Stuttgart. Der größte deutsche Versicherungskonzern hatte vor knapp drei Monaten angekündigt, trotz Rekordgewinns in den kommenden drei Jahren fast 7500 Stellen zu streichen, davon rund 5000 bei der Allianz und weitere 2480 bei der Dresdner Bank. Die Gewerkschaft fordert von der Konzernspitze, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.

In Frankfurt kamen nach Angaben von Gewerkschaftssekretär Walter Kaufmann statt der erwarteten 1000 Mitarbeiter nur rund 600 zum Protestmarsch durch die Innenstadt. "Wir hatten uns ein paar mehr erhofft", räumte der Verdi-Funktionär ein. Inzwischen bröckele jedoch die Front gegenüber dem Unternehmen, sagte Kaufmann. Viele der betroffenen Mitarbeiter seien bereits auf Arbeitsuche und hätten daher andere Sorgen, als gegen den Konzern zu demonstrieren. (tso/AFP)

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