• Allianz reduziert erneut ihren Anteil an Münchener Rück Verhandlungen über Auflösung des Vertrags zur Zusammenarbeit

Wirtschaft : Allianz reduziert erneut ihren Anteil an Münchener Rück Verhandlungen über Auflösung des Vertrags zur Zusammenarbeit

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(nad). Der Versicherungskonzern Allianz hat seinen Anteil an dem weltgrößten Rückversicherer Münchener Rück reduziert. Wie auf der Internetseite der Münchener Rück mitgeteilt wird, sank der Anteil von 15,3 auf 13,6 Prozent. Ein Sprecher der Münchener Rück betonte am Dienstag, dass der Konzern weiterhin rund 15 Prozent an der Allianz halte. Die Unternehmen haben ihre Beteiligungen in Höhe von etwa 25 Prozent seit Anfang vergangenen Jahres kontinuierlich reduziert. Mit der Entflechtung wollen sich Allianz und Münchener Rück in ertragsschwachen Zeiten unabhängiger von der Ergebnisentwicklung des jeweiligen Partners machen. So lange die Konzerne mehr als 20 Prozent aneinander hielten, mussten die Jahresergebnisse des einen anteilig in der Bilanz des anderen auftauchen.

Im vergangenen Jahr wiesen beide Konzerne vor allem wegen der Flaute an den Börsen hohe Verluste aus. Um die Abhängigkeit der Konzerne voneinander weiter zu reduzieren, verhandeln Allianz und Münchener Rück derzeit außerdem über eine Auflösung des traditionellen Rahmenvertrages über die „Grundsätze der Zusammenarbeit“, der schon seit 1921 besteht. Der Vertrag regelt unter anderem die Überkreuzbeteiligung der Konzerne und die Höhe, in der sich die Allianz bei der Münchener Rück rückversichert. Bisher gibt die Allianz etwa 30 Prozent ihres externen Rückversicherungsbedarfs an die Münchener Rück ab; das entspricht einem Volumen von 2,4 Milliarden Euro. Früheren Angaben zufolge soll der Vertrag voraussichtlich schon zum Jahresende auslaufen.

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