Wirtschaft : Allianz steckt Katastrophen gut weg

München - Anders als die großen Rückversicherer hat die Allianz die Naturkatastrophen der vergangenen Monate gut weggesteckt. Bei Europas größtem Versicherer haben die Gewinne im Fondsgeschäft die Belastungen durch Erdbeben, Tsunami und Hochwasser abgefedert. Der Konzern erzielte im ersten Quartal einen Überschuss von 915 Millionen Euro – und das trotz der Katastrophen in Japan, Neuseeland und Australien. Im Vorjahresquartal hatte die Allianz-Gruppe allerdings noch 1,6 Milliarden Euro verdient. Dennoch ist der Gewinnrückgang verglichen mit den Zahlen der Rückversicherer noch moderat. Die Munich Re und die Swiss Re schreiben für das erste Quartal tiefrote Zahlen.

„In kaum einem anderen Quartal war die Allianz in den vergangenen zwei Jahrzehnten so stark von Naturkatastrophen betroffen wie im vergangenen Quartal“, sagte Vorstandsmitglied Oliver Bäte am Donnerstag in München. Insgesamt kosteten die Naturkatastrophen den Konzern in den ersten drei Monaten 737 Millionen Euro. Der größte Brocken entfiel auf das Erdbeben und den Tsunami in Japan, gefolgt von dem Beben in Neuseeland und dem Hochwasser im australischen Brisbane. Mit der jüngsten Tornado-Serie in den USA, den Überschwemmungen am Mississippi und den Erdbeben in Spanien stehen die nächsten Belastungen schon fest. Dennoch peilt der Vorstand für das Gesamtjahr weiter einen operativen Gewinn von 7,5 bis 8,5 Milliarden Euro an.

Aufgefangen wurden die Belastungen durch die Sparte Asset Management. Die verwalteten Kundengelder nahmen um über ein Zehntel zu und bescherten dem Konzern einen Provisionsüberschuss von 1,26 Milliarden Euro. hej/dpa

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