Allianz-Umbau : Gestresste Vertreter und günstigere Lebensversicherung

Die Allianz baut massiv Stellen ab, doch für die Kunden soll alles besser werden. Das verspricht zumindest Allianz-Chef Michael Diekmann.

Berlin - Was der Umbau des Konzerns für die Kunden bedeutet, beleuchtet die Nachrichtenagentur AFP:

Kundenservice: Allianz-Kunden müssen nicht befürchten, dass wegen des Stellenabbaus ihr Versicherungsvertreter nicht mehr ins Haus kommt. Im Gegenteil: Die Allianz will über ihre «Speerspitze» im Verkauf rund eine Million Kunden wiedergewinnen, die sie verloren hat. Die bundesweit gut 10.000 Vertreter sind bei dem Konzern ohnehin nicht fest angestellt, sondern selbstständig. Insofern trifft sie der Stellenabbau im Innen- und Außendienst nur mittelbar.

Gestresste Vertreter: Allerdings dürften die Vertreter künftig deutlich gestresster sein als bisher. Denn die Allianz bürdet ihnen deutlich mehr Arbeit auf. «Cross-Selling» heißt auf Neudeutsch die Vorgabe von Konzernchef Diekmann. Neben Lebens-, Sach- und Krankenversicherungen sollen die Vertreter verstärkt auch Produkte des Tochterkonzerns Dresdner Bank verkaufen. Die Bank will so allein in diesem Jahr 300.000 weitere Kunden gewinnen. Die Vertreter hatten bereits im vergangenen Jahr gegen diese Pläne protestiert.

Günstige Policen: Die Allianz will über den massiven Stellenabbau Kosten kappen. Der Konzern verspricht, die Einsparungen in Höhe von rund 500 bis 600 Millionen Euro zumindest teilweise über günstigere Policen an seine Kunden weiterzugeben. Nach Angaben des Chefs der Allianz Deutschland, Gerhard Rupprecht, dürfte dies vor allem bei Lebensversicherungen der Fall sein. Dort kämen Kosteneinsparungen in der Regel «zu 90 Prozent den Kunden zugute», sagte er am Donnerstag. (tso/AFP)

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