Wirtschaft : Allianz zahlt weniger Zinsen

Frankfurt am Main/München - Deutschlands größter Versicherer Allianz senkt die Verzinsung von Lebensversicherungsverträgen. Grund dafür seien die fallenden Zinsen auf den Kapitalmärkten, teilte die Allianz Deutschland AG am Mittwoch mit. Der Sparanteil der Lebensversicherungen – also die monatlichen Beiträge minus Verwaltungskosten und möglicher Risikokomponenten wie Berufsunfähigkeit oder Risikolebensversicherung – werde 2012 mit 4,0 Prozent statt wie bisher mit 4,1 Prozent verzinst.

Die gesamte Verzinsung der Verträge inklusive des sogenannten Schlussüberschusses, der zum Vertragsende ausbezahlt wird, sowie des Sockelbetrags wird laut Allianz 2012 mindestens 4,5 Prozent betragen. 2011 betrug sie durchschnittlich 4,7 Prozent. Der Garantiezins für Verträge, die nächstes Jahr neu abgeschlossen werden, sinkt um 0,5 Prozentpunkte auf 1,75 Prozent. Die niedrigen Kapitalmarkt-Zinsen seien für die Lebensversicherer eine große Herausforderung, sagte Maximilian Zimmerer, Vorstandsvorsitzender der Allianz Leben. Die Versicherten dürften in der Vergangenheit erzielte Renditen nicht als Maßstab für künftige Zinserträge nehmen, warnte er.

Auch vor diesem Hintergrund wird es 2012 Stühlerücken bei dem Unternehmen geben: Manfred Knof übernimmt bei der Allianz Anfang 2012 die Leitung des Versicherungsbetriebs im Heimatmarkt. Er werde innerhalb der Deutschland-Tochter diesen Vorstandsposten übernehmen, erklärte die Allianz. Der 46-jährige promovierte Jurist ersetzt Frank Walthes, der erst seit diesem Jahr im Amt war, den Job aber zuletzt niedergelegt hatte. rtr

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