Wirtschaft : ALLIANZ

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Obwohl Allianz-Chef Michael Diekmann einen deutlichen Gewinnsprung melden konnte, blieb er auf der Hauptversammlung in München von Protesten nicht verschont. Der Überschuss ist im ersten Quartal 2006 gegenüber dem Vorjahr um 38 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gestiegen. Aktionärsvertreter forderten deshalb unter Beifall, dass die Dividendenerhöhung größer ausfallen müsse als die vom Vorstand vorgeschlagenen 25 Cent auf 2,00 Euro je Aktie.

Diekmann führte das gute Zwischenergebnis auf den Börsenaufschwung und das Ausbleiben von Naturkatastrophen zurück. Es sei „ein erster Indikator dafür, dass wir unsere Ziele auch für 2006 erreichen werden“. Der Vorstand will in diesem Jahr einen Rekordgewinn von 4,9 Milliarden Euro einfahren. Von der Konzerntochter Dresdner Bank verlangte Diekmann höhere Erlöse. Er verteidigte die Zusammenlegung der drei Gesellschaften für Sach-, Lebens- und Krankenversicherung. Die Allianz müsse „die Kundenzufriedenheit deutlich verbessern“. Nach Vorstandsangaben hat die Allianz in den letzten drei Jahren eine Million Kunden in Deutschland verloren.

Verdi forderte eine Beschäftigungs- und Standortgarantie bis 2012 und die Sicherung der Mitbestimmung in der geplanten Europäischen Aktiengesellschaft. Draußen demonstrierten Kollegen gegen den geplanten Jobabbau. ak

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