Wirtschaft : Als Verbraucher sind wir nun in der Zwickmühle (Kommentar)

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Die Schlauen haben bereits vor Monaten eingekauft. Denn seit Anfang des Jahres gingen die Rohölpreise schnurstracks in eine Richtung - nach oben. Parallel dazu kletterte auch der Heizölpreis: Für eine typische 3000-Liter-Lieferung an einen Privathaushalt mussten die Berliner Kunden Anfang des Jahres nur 37 bis 43 Pfennig pro Liter auf den Tisch legen, im März waren es 48 bis 50 Pfennig, heute liegt der Liter-Preis zwischen 53 und 55 Pfennig.

Seit dem Frühling sind die Geschäfte flau, sagt Günther Jäckel, Geschäftsführer des Deutschen Brennstoff- und Mineralölhandels. Denn viele Verbraucher haben im März noch einmal groß eingekauft, um dem Fiskus ein Schnippchen zu schlagen. Denn seit April fällt beim Heizölkauf Ökosteuer an - vier Pfennig pro Liter. Doch verglichen mit den Preiserhöhungen an den Ölmärkten fällt die neue Steuer kaum ins Gewicht. Viel gravierender ist die rasante Verteuerung des Rohöls - eine Folge der Produktionsdrosselung durch das Opec-Kartell. Da die Margen im Handel gering sind, wirken sich die Preissprünge beim Rohöl auch unmittelbar auf das Heizöl aus. Verbraucher, die ihre Ölbestände für den Herbst und Winter aufstocken wollen, stecken nun in einer Zwickmühle. Denn schon jetzt ist der Preis recht hoch, doch weitere Verteuerungen sind nicht auszuschließen. Zwar kann niemand mit Sicherheit voraussagen, wie sich die Preise weiter entwickeln. Doch Kunden, die zu lange warten, laufen Gefahr, noch tiefer in die Tasche greifen zu müssen. Denn wenn erst einmal die kalten Tage anbrechen, wächst die Nachfrage nach Heizöl, und das treibt die Preise weiter in die Höhe.

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