Wirtschaft : Alstom-Zukunft weiter ungewiss Keine Einigung für Rettungsplan

-

(dpa). Die Zukunft des angeschlagenen französischen Mischkonzerns Alstom bleibt ungewiss. Damit bleibt auch unklar, ob sich der Münchner SiemensKonzern Chancen auf einen Einstieg bei den Franzosen ausrechnen kann. Die EU-Kommission dementierte am Samstag umgehend einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, nach dem sich der französische Wirtschafts- und Finanzminister Nicolas Sarkozy und EU- Wettbewerbskommissar Mario Monti bereits „in groben Zügen“ auf einen Rettungsplan für Alstom geeinigt haben sollen. Danach würde der im vorigen September aufgestellte Milliardenplan zur Rettung des Unnternehmens in Brüssel genehmigt. Siemens werde sich an der Turbinensparte von Alstom beteiligen – mit der Option, zu einem späteren Zeitpunkt den Alstom-Energiebereich ganz zu übernehmen.

Eine Sprecherin Montis sagte, es sei noch keine Entscheidung über die Genehmigung der Finanzhilfen getroffen worden. Die EU-Kommission wollte ursprünglich Mitte Mai milliardenschwere Finanzhilfen für Alstom mit Auflagen genehmigen. Bislang hieß es in Brüssel, Alstom solle nicht verpflichtet werden, Kerngeschäfte abzugeben. Dem „Spiegel“ zufolge hat Sarkozy im Gespräch mit Monti bereits eingestanden, dass Alstom ohne weitere Hilfe von außen nicht überlebensfähig sei und Widerstand gegen einen Einstieg von Siemens aufgegeben. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ unter Berufung auf französische Regierungskreise berichtet, will Sarkozy eine denkbare Zusammenarbeit von Alstom und Siemens allerdings erst in einem Jahr einleiten.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben