Wirtschaft : Altana sucht einen Partner

Chemiesparte soll im Herbst an die Börse

Rolf Obertreis

Frankfurt am Main - Der Bad Homburger Pharma- und Chemiekonzern Altana soll noch in diesem Jahr aufgespalten werden. Für die Pharmasparte sucht das Unternehmen einen Partner, der Chemiebereich soll im Spätherbst an die Börse gebracht werden. Altana-Vorstandschef Nikolaus Schweickart äußerte sich am Donnerstag bei der Vorstellung der Bilanz aber weder zu den Namen noch zur Zahl möglicher Partner, mit denen man spreche. Ob darunter auch Schering ist, ließ er offen. Er werde das Thema Merck/Schering nicht kommentieren. „Auch dies zeigt aber, dass die europäische Pharmasparte in Bewegung gekommen ist.“

Sollten Schering und Altana nicht zu einander finden, würden sie sich nach Einschätzung von Marktkennern möglicherweise um Partner streiten, was die Preise nach oben treiben würde. Altana braucht für das Pharmageschäft einen Partner, weil das Patent für den größten Umsatzträger, das Magen-Darmpräparat Pantoprazol, Ende des Jahrzehnts ausläuft.

Altana sieht sich für den Börsengang der Chemiesparte bestens präpariert. 2005 verbuchte der Konzern das zehnte Rekordjahr in Folge. Der Umsatz kletterte um zehn Prozent auf 3,3 Milliarden Euro, der Konzerngewinn sogar um 16 Prozent auf 438 Millionen Euro. Auch bei den Arbeitsplätzen legte der Konzern zu: Weltweit wurden Ende 2005 rund 13 300 Mitarbeiter beschäftigt – rechnet man Übernahmen heraus, ist das ein Plus von vier Prozent. Auch in diesem Jahr sollen laut Schweickart im In- und Ausland neue Arbeitsplätze entstehen. Für das laufende Jahr ist er sehr optimistisch. „Wir werden nahtlos an 2005 anschließen und das elfte Rekordjahr hintereinander verbuchen“, sagte Schweickart. Der Umsatz werde um rund 20 Prozent zulegen, das Ergebnis auf Grund hoher Forschungsaufwendungen mit acht bis zehn Prozent etwas verhaltener.

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