ALTERNATIVEN ZUM UMTAUSCH : Tauschen oder Spenden

Es gibt viele Wege, ungeliebte Geschenke wieder loszuwerden. Da die Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, freut sich vielleicht sogar jemand über den goldenen Kerzenleuchter oder die rosa Plüschpantoffeln. Herausfinden kann man das in einer Tauschbörse. Entweder man schließt sich, ganz real, einem Tauschring an, wie es sie in den meisten Städten und Kiezen gibt. Auf regelmäßigen Treffen tauschen die Mitglieder Waren gegen Waren oder gegen Dienstleistungen, nach dem Motto: Pullover gegen Waschmaschine anschließen. Tauschringe gibt es inzwischen auch im Internet, dort sind sie natürlich wesentlich größer. So führt eines der größten deutschen Foren, Tauschticket.de, weit mehr als eine Million Artikel, darunter Bücher, Spiele, Kleidung und Technik. Die Chancen, am Ende doch noch an sein Wunschgeschenk zu kommen, sind gar nicht so klein.

Wem das zu umständlich ist und wer im Sinne des Weihnachtsgedankens etwas Gutes tun möchte, kann seine Geschenke auch spenden. Große karitative Einrichtungen wie das Deutsche Rote Kreuz und die Arbeiterwohlfahrt, aber auch kleinere wie der Berliner Büchertisch sowie viele Nachbarschaftstreffs nehmen Sachspenden entgegen, die sie entweder an Bedürftige verschenken oder in eigenen Geschäften verkaufen. Einige Einrichtungen bieten sogar einen Abholservice an, wie beispielsweise der Laden der Obdachlosenzeitung Motz (www.motz-berlin.de). Mit dem Erlös werden dann gemeinnützige Projekte und Organisationen unterstützt.

Seine Geschenke kann man auch in einem Umsonstladen abgeben. Hier kann jedermann einkaufen, ohne zu bezahlen. Die Mehrheit der Kunden seien Studenten, sagt Arnold Müller vom Umsonstladen der TU-Berlin (ula.blogsport.de). Aber es kämen auch viele sozial Schwache. Angenommen werde alles, außer Röhrenmonitore und Videokassetten. Die will nämlich keiner mehr. aso

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