Wirtschaft : Altersvorsorge: 100 Jahre Versicherungsaufsicht

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Der Schutz von Versicherungskunden hat in Deutschland eine lange Tradition: Nicht erst das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen, schon die Vorläuferorganisation - das kaiserliche Aufsichtsamt für Privatversicherungen - hat den Verbraucher vor Misswirtschaft in der Versicherungsbranche geschützt. Um finanzielle Schieflagen oder gar einen Konkurs einer Versicherungsgesellschaft und damit den Ausfall einer Versicherung zu vermeiden, nahm und nimmt die Aufsichtsbehörde die Geschäfte der Versicherungsunternehmen ganz genau unter die Lupe. Und es hat sich gelohnt: "Kein Versicherungskunde musste bisher nenneswerte Verluste aus einem Versicherungskonkurs hinnehmen", hieß es am Montag zum 100 jährigen Bestehen der Versicherungsaufsicht in Deutschland.

Was die konkrete Aufsicht der Gesellschaften angeht, so prüft das Amt heute beispielsweise, ob sich die Versicherer auch selbst gegen Schäden und Ausfälle genügend rückversichert haben, ob sie genügend Rücklagen gebildet haben oder ob sie ihre Kapitalanlagen richtig managen. Künftig soll das Amt auch die neuen Riester-Produkte prüfen und zertifizieren. Finanziert wird das Amt mit seinen 290 Mitarbeitern und einem Haushalt von rund 40 Millionen Mark heute zu 90 Prozent aus Plichtbeiträgen der Versicherungsgesellschaften und zu zehn Prozent vom Bund.

Im kommenden Jahr soll das Bundesaufsichtsamt, das vor einem Jahr von Berlin nach Bonn zog, in einer gemeinsamen Allfinanz-Behörde mit dem Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen und dem Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel aufgehen.

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