Altersvorsorge : Ergo gegen Allianz

Lebensversicherungen ohne Garantien: welche Produkte es gibt.

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Bei einer klassischen Lebensversicherung bekommen Kunden bei Abschluss eine Mindestverzinsung garantiert, die zwar für die gesamte Laufzeit, aber nur für den Sparanteil der Police – das sind rund 80 Prozent – gilt. Dieser Garantiezins liegt derzeit bei 1,75 Prozent, war früher jedoch deutlich höher. Hinzu kommen zugunsten der Versicherungsnehmer noch Überschussbeteiligungen, die jedoch von Jahr zu Jahr schwanken. Auch diese Überschussbeteiligungen sind dem Kunden sicher, jedoch nur für die Vergangenheit.

Bei der neuen Generation von Lebensversicherungen – „Perspektive“ und „Ergo Rente Garantie“ – bekommen die Kunden in der Ansparphase keine garantierte Mindestverzinsung. Allianz und Ergo garantieren jedoch, dass bei Rentenbeginn zumindest die eingezahlten Beiträge vorhanden sind, die Allianz verspricht ihren Kunden zudem eine Mindestrente. Den Garantiezins gibt es dagegen erst wieder in der Rentenphase. Bei der Ergo ist das der heute gültige Rechnungszins von 1,75 Prozent. Bei der Allianz wird dagegen der bei Rentenbeginn maßgebliche Rechnungszins zugrunde gelegt. Sollte der Rechnungszins wieder steigen, fahren Kunden mit dieser Variante besser.

Die „Ergo Rente Garantie“ ist eine fondsgebundene Lebensversicherung. Die Beiträge werden in zwei Fonds angelegt: einem Geldmarktfonds und einem „dynamischen Fonds“, einer Mischung aus Aktien-, Renten- und Geldmarktfonds. Wo das Geld investiert wird, entscheidet Ergo. Dagegen ist „Perspektive“ eine klassische Lebensversicherung. Die Anlagegelder der „Perspektive“-Kunden fließen in dasselbe Sicherungsvermögen wie bei der klassischen Lebensversicherung. Da die Allianz aber keine jährlichen Garantien absichern muss, ist sie in der Kapitalanlage freier. Davon soll der Kunde profitieren. Im Vergleich zu den klassischen Produkten stellt die Allianz eine um 0,3 Prozent jährlich höhere Überschussbeteiligung in Aussicht.

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