Wirtschaft : Am Leipziger Platz hat Karstadt schon verloren

-

DIE RECHTSLAGE

Das Bundesverwaltungsgericht hat vor knapp einem Jahr entschieden, dass die Grundstücke der Kaufhausfamilie Wertheim der Jewish Claims Conference und damit den Wertheim-Erben zustehen. Dabei handelt es sich um knapp drei Hektar Land am Leipziger Platz , auf denen bis zum Zweiten Weltkrieg das berühmte Kaufhaus des Architekten Messel stand.

DER SONDERFALL

Die Grundstücke auf dem sogenannten Lenné-Dreieck gehörten zu West-Berlin. Karstadt geht davon aus, dass deshalb das Vermögensgesetz an dieser Stelle nicht gilt. Das jedoch hat das Verwaltungsgericht Berlin in einem Musterverfahren im Jahr 2004 anders beurteilt. Danach müsste Karstadt auch diese Grundstücke herausrücken.

DAS BEISHEIM-CENTER

Auf den Grundstücken am Lenné-Dreieck steht heute das Beisheim-Center mit den Hotels Ritz-Carlton und Marriott. Beisheim wehrt sich gegen die Ansprüche der Wertheim-Erben, wird aber nicht damit rechnen müssen, die Flächen wieder abzugeben. Die Erben wollen stattdessen den Erlös aus dem Grundstücksverkauf an Beisheim: rund 145 Millionen Euro . oew

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben