Wirtschaft : American Airlines

msh/du

Der Crash des Airbus in New York versetzt American Airlines einen weiteren schweren Schlag. Schon bei den Terroranschlägen am 11. September brachten die Attentäter zwei Maschinen der Fluglinie zum Absturz. Die dann folgende Krise der gesamten Flugbranche trifft American Airlines besonders hart. Allein im dritten Quartal des laufenden Jahres summierte sich der Verlust auf 414 Millionen Dollar. 20 000 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. Das Management verzichtet bis zum Jahresende auf seine Gehälter. Um das Unternehmen vor der Pleite zu retten, erhielt American Airlines aus einem Rettungspaket der amerikanischen Regierung eine Soforthilfe in Höhe von 508 Millionen Dollar.

American Airlines ist eine der größten Luftverkehrsgesellschaften der Welt. Im vergangenen Jahr beförderte das zur AMR Corporation gehörende Unternehmen mit einer Flotte von 717 Düsenverkehrsflugzeugen 86,2 Millionen Passagiere. Als American Airlines 1930 aus der Fusion vieler kleiner Pioniergesellschaften aus der Gründerzeit des Luftverkehrs entstand, erlebte das Unternehmen eine rasante Entwicklung. Die Tochtergesellschaft American Overseas Airlines war es, die 1946 den Nachkriegs-Luftverkehr ins damalige West-Berlin eröffnete und dann von der Pan Am übernommen wurde. Viele Jahre konzentrierte sich American Airlines danach auf den Inlandsverkehr und Routen in die Karibik, bevor sie im Zuge der Liberalisierung des amerikanischen Luftverkehrs auch wieder interkontinentale Verbindung aufnahm. Eine Transatlantikverbindung von Berlin-Tegel in die USA wurde aber nach kurzer Zeit wieder eingestellt.

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