Wirtschaft : Amerika stärkt die Innovationsfreudigkeit

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In den späten 70er Jahren bekamen USStahlhütten und Autos überraschend starke Konkurrenz aus Japan. Die japanische Industrie drohte die amerikanische zu überholen.

Die Lösung: Um die Innovationsfähigkeit anzukurbeln, erließ die US-Regierung 1980 das Bayh-Dole-Gesetz. Vorher fiel der Regierung automatisch das Recht an einer Erfindung zu, die mit Steuermitteln finanziert war. Niemand konnte die Innovation ohne komplizierte Verhandlungen mit der Regierung verwerten, geschweige denn exklusive Rechte am Patent erwerben. Darum waren nur wenige Unternehmen bereit, Millionen zu investieren, um aus der Erfindung ein Produkt zu entwickeln. Das Bayh-Dole-Gesetz übertrug das Patentrecht an den Erfinder – bot ihm dadurch einen starken Anreiz, seine Erfindung an den Markt zu bringen und stachelte den Wettbewerb an. Risikokapitalgeber finanzierten die Umsetzung. Während des Kalten Krieges floss zudem viel Steuergeld in die militärische Forschung. Davon profitierte auch die zivile Industrie.

Die Folgen: Seit 1980 bis heute hat sich die Zahl der Patente an US-Universitäten verzehnfacht. Mehr als 2200 neu gegründete Firmen verwerten die Patente, 260 000 neue Jobs sind entstanden. Amerika wurde wieder Innovationsführer. Seit Mitte der 90er Jahre sind die öffentlichen Ausgaben für Forschung aber stark geschrumpft, Kritiker befürchteten eine neue Innovationsflaute. Nach dem 11. September ist der Gesamtetat für Forschung wieder deutlich aufgestockt worden. pet

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