Wirtschaft : Amerikaner kaufen schwäbische DLW

BIETIGHEIM-BISSINGEN/LANCASTER (dpa).Der US-Konzern Armstrong World Industries Inc.(Lancaster) will den Bodenbelagshersteller DLW aus dem schwäbischen Bietigheim-Bissingen zu 75 Prozent übernehmen.Die Amerikaner wollen für DLW 620 Mill.DM aufbringen: Sie wollen pro DLW-Aktie 350 DM bieten und damit für den Aktienkauf 495 Mill.DM zahlen.Außerdem will das US-Unternehmen 125 Millionen DM Schulden der DLW übernehmen.Zwei der wichtigsten DLW-Aktionäre, die Allianz Holding AG und die Baden-Württembergische Bank AG, hätten bereits zugesagt, ihre insgesamt knapp 24 Prozent DLW-Anteile an Armstrong zu verkaufen.

Der Vorstandsvorsitzende von Armstrong, George A.Lorch, sagte, mit der Übernahme erreiche Armstrong die nötige Größe, um ein führendes Unternehmen im weltweiten Bodenbelagsmarkt zu werden.DLW-Chef Bernd Pelz sagte, die Fusion biete den DLW-Aktionären einen ausgezeichneten Wert und schaffe eine starke Basis für künftiges Wachstum.

DLW ist nach eigenen Angaben in Deutschland Marktführer und in Europa Nummer drei bei Bodenbelägen.In diesem Jahr erwartet der DLW-Konzern mit 4400 Mitarbeitern eine Umsatzsteigerung um sieben Prozent auf 1,26 Mrd.DM.DLW schaffte 1997 die Rückkehr in die Gewinnzone und wollte wieder eine Dividende von fünf DM je Aktie zahlen.

Armstrong ist mit 1,92 Mrd.Dollar (3,5 Mrd.DM) Umsatz drittgrößter Produzent von Fußbodenbelägen und Deckenverkleidungen weltweit.Die Firma hat 10 600 Mitarbeiter.

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar